Wenn der Alltag kommt

Wenn der Alltag kommt


# Kurzandachten
Veröffentlicht von Jens Peter Erichsen am Freitag, 24. April 2020, 00:00 Uhr

Johannes 21, 1-4

"Tell me why I don't like mondays" singen mir die Boomtown Rats seit Jahrzehnten aus dem Radio ins Ohr. "Sag mir, warum ich keine Montage mag." Das Wochenende ist vorbei, der Alltag kommt wieder. Nicht feiern, sondern arbeiten steht auf dem Programm. Es fällt zuweilen ganz schön schwer, sich dazu zu motivieren. Mir geht es manchmal so, wenn ein besonderer Höhepunkt war, ein Fest, ein toller Gottesdienst, ein Seminar, dass ich anschließend ein wenig in ein Loch falle.

In so ein Loch scheinen auch die Jünger von Jesus zu fallen. Obwohl sie gerade die wohl mit Abstand am stärksten umwälzende Erfahrung ihres Leben gemacht haben: Jesus ist von den Toten auferstanden! Das hat ihr Weltbild komplett auf den Kopf gestellt: Der Tod ist nicht mehr die äußerste Grenze des Lebens! Sie waren zutiefst erschüttert und berührt von diesem umwerfenden Ereignis. Und dann kommt der Alltag. Und was machen sie da? Sie gehen fischen. Eben so, wie sie sonst den Alltag verbracht haben. Doch obwohl sie es noch nicht wissen: Sie sind nicht allein. Da wartet schon einer am Ufer.

So ist es auch in unserem Alltag. Manchmal fühlt der sich mühsam und herausfordernd an. Zuweilen können wir uns schwer aufraffen und wird es zäh. Vielleicht entdecken wir auch nicht tiefen Sinn im alltäglichen Tun. Doch Jesus ist bereits da am Ufer unseres Lebens. In seiner Gegenwart und Liebe zu uns hat unser Leben Sinn!

Gebet
Jesus Christus, wir kennen dieses Gefühl, wenn wir erschöpft sind und das Gefühl haben, unser Tun hat wenig Sinn und Auswirkung. Doch du siehst tiefer. Du erkennst, ob wir auf falschem Weg sind oder nur noch nicht sehen, was du siehst. Leite uns, erfrische uns und stärke unser Vertrauen, dass du auch gerade in unserer Schwäche da und stark bist.

Liedstrophe(n)
EG 363, 1.2 "Kommt her zu mir" 


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