Mein Gebet für heute - Kraftquelle in Coronazeiten

Mein Gebet für heute - Kraftquelle in Coronazeiten


# Mein Gebet für heute
Veröffentlicht am Dienstag, 17. März 2020, 15:00 Uhr

Corona, Corona! Nun sind viele ungeplant zuhause. Wer hätte das vor einer Woche gedacht? Noch ist vieles zu organisieren: Termine absagen oder verschieben, Kontakt zu Bekannten, Befreundeten, Familienangehörigen und Menschen aus der Nachbarschaft aufnehmen. Telefonisch, elektronisch oder persönlich, ohne Handschlag und mit Abstand natürlich ?.

Aber wie wird es in den kommenden Tagen sein? Werden sich die Nachrichten weiter überschlagen? Wird sich eine neue Routine einstellen? Und wie kommen wir mit der „sozialen Distanzierung“ zurecht? Und damit vielleicht auf längere Zeit in kleinem Kreis oder alleine zurecht kommen zu müssen?

Wir werden uns neu kennenlernen: Wie gehe ich mit dieser neuen Situation um? Was ist für mich schwierig, was hilft und was ist wichtig?

Dabei können wir neu entdecken, was uns jenseits des Alltags trägt:

Glaube an, Liebe zur und Hoffnung auf die Gottheit, von der wir auf geheimnisvolle Weise herkommen, die uns umgibt und zu der wir eines Tages heimkehren werden.

Ich lade alle dazu ein, dass wir uns in diesen Tagen auch Zeiten für uns selbst nehmen und in ihnen unsere Beziehung zu Gott besonders pflegen. In der Stille und im Gebet können wir uns „auf Gottes Wellenlänge einstellen“.

Um auch dabei miteinander auf dem Weg zu sein, lade ich weiter dazu ein, dass wir miteinander Gebete teilen, die für uns wichtig sind!

Beginnen möchte ich heute mit einem Gebet ostsyrischer Christ*innen aus dem Gebetsbuch „Unsere Zeit in Gottes Händen“:

Beim aufgehenden Morgenlicht preisen wir dich, o Herr.
Denn du bist der Erlöser der ganzen Schöpfung.
Schenke uns in deiner Barmherzigkeit einen Tag,
erfüllt mit deinem Frieden.
Vergib uns unsere Schuld.
Lass unsere Hoffnung nicht scheitern.
Verbirg uns nicht vor uns.
In deiner sorgenden Liebe trägst du uns; lass nicht von uns.
Du alleine kennst unsere Schwäche.
O Gott, verlass uns nicht. Amen.

Im Grunde ist es ganz einfach: Gottes Schöpferkraft bestaunen und loben, das tun, was wir können, unseren Grenzen, Schwäche und Schuld annehmen und alles Gott in die Hände legen.

Wie gefällt Ihnen, wie gefällt Euch dieses Gebet? Wer nimmt sich die Zeit, es in Ruhe zu beten und zu meditieren?

Bitte tragt Gedanken, Eindrücke und Erfahrungen als Kommentar auf dieser Seite ein. So sind wir im Austausch. Und wer bereit ist, an einem der kommenden Tage hier ein „Gebet für heute“ anzubieten, den bitte ich um eine Nachricht an unsere Öffentlichkeitsbeauftragte Dagmar Müller (oeffentlichkeitsarbeit@ekkos.de). Das kann ein sehr bekanntes oder ein ganz unbekanntes, ein gebundenes oder ein freies Gebet sein, und gerne ein paar kurze persönliche Gedanken dazu. So bleiben wir zusammen, ohne zusammen zu kommen.

Was meinen Sie? Was meint Ihr?

Ihr / Euer Frank Schürer-Behrmann

Kommentare

Frank Sch-B
Das ist eine gute Idee - 18 Uhr für die, die können, sonst ist auch jede andere Zeit gut. Und eine Kerze dazu anzünden. Ich denke, das nehmen wir morgen in den Text auf. Danke für die schnelle Reaktion und gutes Durchkommen!
Rahel Rietzl
Danke Frank, für deine Worte in Zeilen hier.

Ich teile diese Idee gern über unsere regionale Homepage.
Können wir auch eine Zeit verabreden, gemeinsam im Kirchenkreis?

z.B. 18 Uhr, wenn die Glocken läuten, sind wir im Gebet verbunden und denken an Menschen in der Nähe und in der Ferne. Das Vater Unser ist vielen vertraut. Und dazu die Gedanken, die gerade da sind - Gott anvertrauen.

Liebe Grüße
aus Heinersdorf Rahel Rietzl