Kenia-Begegnungsreise

Kenia-Begegnungsreise


# Kenia - Partnerschaft
Veröffentlicht am Mittwoch, 23. Oktober 2019, 11:20 Uhr
© Karin Bertheau

Wie sieht christlicher Alltag bei Euch aus? Für welchen Arbeitsbereich bist Du verantwortlich? Das waren Interviewfragen in den drei Sonntagsgottesdiensten am Ende der zweiwöchigen Keniareise zur Mamlaka Hill Gemeinde. In einer Talkrunde sahen der Jugendpfarrer und ich, Gemeinde- und Landpfarrerin, im Zweistundentakt in erwartungsvolle meist junge Gesichter. Der Andrang zu den Gottesdiensten ist so groß, dass jedes Wochenende der Parkplatz vor dem Gemeindezentrum bestuhlt wird; weitere Gemeindestandorte sind bereits in anderen Stadtteilen Nairobis entstanden. Ein Pfarrer für alle Aufgaben? Unvorstellbar.
Die 10 Teamer und Teamerinnen unserer Jugendarbeit hatten schon vor uns berichtet: Von der fröhlichen Aufnahme in den Gastfamilien, verbunden mit manchem überraschenden Wiedersehen mit guten Bekannten vom Konficamp. Pantomimisch erzählte die Reisegruppe vom Erstaunen über das Verkehrschaos in der Großstadt, vom Tiere Beobachten in der Savanne, dem durchgerüttelt-werden im Jeep oder dem Besuch einer Teefabrik.
Besonders prägend aber waren die Begegnungen mit jungen Kenianern beim gemeinsamen Tanzen und Singen und in konzentrierten Gesprächsrunden mit Internatsschülerinnen und Jugendgruppen. Am indischen Ozean war gemeinsame Zeit mit den Mamlaka-Mitarbeitenden aus der Jugendabteilung. In Bibelarbeiten wurden wir immer wieder gefragt: Was bedeutet es Jünger zu sein? Wie geht Jesus auf Menschen zu? Teilweise unbequeme Wahrheiten und schwere Themen kamen zu Wort.
Und immer wieder die Frage: Wie ist das bei Euch? Wie lebt ihr als Christen? Wer das mit 16 / 17 Jahren gefragt wird, wird so eine tiefe Begegnung nie vergessen. Schon gar nicht wenn er oder sie Verantwortung übernimmt für andere, in Gruppen oder bei Freizeiten, in der Kirchengemeinde und eines Tages in der Gesellschaft.
Zu große CO2 Fußabdrücke? Zu weit weg? Jedes Gramm hat sich gelohnt!
Danke Collins Labatt "Collo", dass Du uns Deine Heimat zeigst und danke Thomas Schüssler für viele Gedankenanstöße. Ich denke noch; zurzeit viel über das Christsein im Alltag.
Karin Bertheau
Pfarrerin, Kirchengemeinde Müncheberger Land