Kinderpredigt am Erntedanktag

Kinderpredigt am Erntedanktag


# Das haben wir erlebt in der Region Strausberg
Veröffentlicht am Montag, 30. September 2019, 17:18 Uhr
© Dagmar Müller


Seht die Lilie auf dem Feld! (Seht Ihr sie?)
Seht die Vögel unter dem Himmel! (Einer vertritt heute mal alle!)

Seht Ihr die Sorgenkisten?
Die Kinder brachten ihre Sorgenkisten nach vorn. Sie sagten auch, was ihnen Sorgen macht, was sie auf die Kisten geschrieben hatten. Die Wand aus Sorgenkisten wurde höher und höher, bald konnte man nichts mehr sehen. Das Licht der Kerze sah man nicht mehr, den Altar mit den Erntegaben auch nicht - nur noch Sorgenkisten, die die Kinder auftürmten. Die Sorgen der Kinder um die Natur, um ein geliebtes Tier, die Sorgen mit den Hausaufgaben, die Sorgen, nicht alles schaffen zu können. 

Seht die Lilie, seht den Raben!
Die Kinder predigten die Dankbarkeit für Gottes Fürsorge für uns. 

Einfach wegschieben konnten sie die Sorgenkisten nicht. Einfach ist nämlich bei Sorgen nichts. Aber die Kinder fanden eine Möglichkeit damit umzugehen. Sorgenkiste für Sorgenkiste bekam einen Platz auf der Seite. Die Sorgen sind noch da. Aber man kann wieder sehen. Die Sorgen sind da, aber sie sind nicht mehr das einzige, was zu sehen ist.
Jetzt sehen wir wieder die Kerze und wir können es wissen: Gott ist für uns da - und auch bei den Sorgenkisten kann er helfen!

Der Pfarrer saß bei der Predigt sehr artig in der Bank.
Gemeindepädagogin Janine Leu hatte die Kinder in der Christenlehre gefragt, was sie den Erwachsenen predigen wollten und half ein bisschen mit Mikro und so.

Hier ist der Bibeltext, den die Kinder lasen und über den sie predigten:

Lukas 12:
Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern, den Männern und Frauen:
»Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben, ob ihr etwas zu essen habt, und um euren Leib, ob ihr etwas anzuziehen habt! Seht euch die Raben an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben weder Scheune noch Vorratskammer. Aber Gott sorgt für sie. Und ihr seid ihm doch viel mehr wert als die Vögel! Seht euch die Lilien an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Und darum: Sucht nicht, was ihr essen und was ihr trinken sollt, und ängstigt euch nicht! Mit all dem plagen sich Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater weiß, was ihr braucht. Vielmehr sucht sein Reich; dann wird euch das andere dazugegeben.“

Dagmar Müller hat den Erntedankgottesdienst in Wegendorf besucht und sich so über die Kinder gefreut, dass sie es Euch erzählen musste.